Wege aus der Polykrise – Die Donut Ökonomie und was wir davon lernen können

am 3.3.2026, 18:00 Uhr
Education Lab, Maderstraße 1, 1040 Wien (Eingang Lothringerstraße)

Das Klima nähert sich immer schneller den Kipppunkten, Arten sterben aus, bei anderen planetaren Grenzen schaut es nicht besser aus.

Gleichzeitig stehen wirtschaftliche und soziale Systeme vor großen Herausforderungen: Unternehmen stehen unter Druck, Budgetmittel sind knapp, soziale Ungleichheit, Lebenshaltungskosten und Arbeitslosigkeit steigen, die Inflation sinkt nur langsam.

Und die Anforderungen an den Sozialstaat nehmen auch aus anderen Gründen zu: Wir werden älter, brauchen mehr Pflege, die Einsamkeit steigt, die sommerliche Hitze macht uns zu schaffen – zusammengefasst: Willkommen in der Polykrise!

Aber: Wie kommen wir da wieder raus? Wie können wir Wohlstand neu denken – innerhalb planetarer Grenzen und im Einklang mit sozialen Realitäten?

Ein vieldiskutierter Ansatzpunkt ist die Donut Ökonomie: Menschliche Entwicklung kann langfristig nur in einem „safe and just space“ zwischen sozialer Sicherheit und planetaren Grenzen zu nachhaltiger Prosperität führen – so die Kernaussage des Donut Ökonomie-Konzept.

Die Erfinderin der Donut Ökonomie, die in Cambridge und Oxford lehrende Wirtschaftswissenschafterin Kate Raworth, stellt – aus London zugeschalten – gemeinsam mit Leonora Grcheva die Grundzüge ihres Konzepts und Anwendungsbeispiele aus anderen Städten vor. Der renommierte Ökonom Max Koch (Universität Lund) schlägt daran anschließend konkrete Ansätze für einen „Nachhaltigen Wohlfahrtspakt“ vor. Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie Österreich, wirft schließlich einen Blick auf die von der Polykrise besonders betroffenen Bevölkerungsgruppen und plädiert dafür, der Klimakrise mit Instrumenten des Sozialstaats entgegenzutreten.

Moderation. Johannes Lutter, UIV Urban Innovation Vienna

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